Von Dr. Ingeborg Reisner bisher erschienen:

1964:    Fortsetzungsroman (Jugendlektüre) "Michael sucht den Horizont" (1965 in Fortsetzungen im „Neuen Österreich“ und im ORF veröffentlicht)
1988:    "Die blauen Schuhe des Friedens"
(E-Book wird eben angedacht)
2000:    "Ninos Trauminsel"
2004:    "Kabarett als Werkstatt des Theaters – Literarische Kleinkunst in Wien vor dem Zweiten Weltkrieg"
2015:    "Reisegeschichten"

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Die Autorin Ingeborg Reisner wurde in Wien geboren, promovierte in Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie, bereiste – als es noch keinen ausgeprägten Tourismus gab – per Autostop ganz Europa, hielt sich sieben Monate in den USA auf und arbeitete als Redakteurin in leitender Position.
Buch-Publikationen: „Die blauen Schuhe des Friedens“, „Kabarett als Werk­statt des Theaters“ (Literarische Kleinkunstbühnen von 1931–1938), „Ninos Trauminsel“; Veröffentlichungen auch in Anthologien.
Auf Wunsch der Autorin wurden die Reisegeschichten in der alten Rechtschreibung belassen.

"Reisegeschichten"

Format: A5, Softcover; 172 Seiten, Gewicht = 265 g (ohne Verpackung)
ISBN 978-3-900044-42-8; POSS Verlag, Wien.

Preis: Euro 18,50 (inkl. 10 % MWSt), BuchhändlerInnen fragen bitte um Rabatt (mittels Übersendung des Gewerbescheines)
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Reisegeschichten U4

Reisegeschichten U1


Reisegeschichten U2

Reisegeschichten U3



Einige Textauszüge:

Ausschnitt aus Reisen gestern, reisen heute (S. 7)
... Bis tief ins 18. Jahrhundert war Reisen als Selbstzweck jedenfalls
unbekannt und eine Angelegenheit von Minderheiten. Unzählige Reisebücher wie Reiseberichte mit dokumentarischem Charakter, oft fantasiereich ausgeschmückt, sowie vor allem Reiseromane, legten bereits im 18. Jahrhundert für die neugierigen Daheimgebliebenen Zeugnisse von den Erlebnissen und Begegnungen der Reisenden ab. Das 18. Jahrhundert gilt als das Goldene Zeitalter der großen Reisen. Unvorstellbar heute, wie beschwerlich, mühevoll, zeitraubend und gefährlich diese Reisen abgelaufen sind. Durch den Ausbau der Straßen wurde das Reitpferd durch die Kutsche abgelöst, die zum Reisesymbol schlechthin wurde.
Ein halbes Jahr war man oft in diesem zur Behausung gewordenen Gefährt unterwegs, das bis zu sechs Personen aufnehmen konnte und von vier Pferden gezogen wurde. Weder vor Hitze noch vor Kälte waren die Reisenden geschützt, wenn sie auf den staubigen, holprigen Straßen tagtäglich viele Stunden – die Pferde bewältigten 13 Meilen pro Stunde – bis zur nächsten Poststation, bei der ein Pferdewechsel möglich war, dahinrumpelten. ...

Ausschnitt aus Disharmonie (S. 126)
... Plötzlich sehe ich auf der Piazza ein Geschöpf, so monströs, so ungeheuer­lich, daß es in seiner Erscheinung mit nichts, aber mit gar nicht zu vergleichen ist. Ein Lebewesen, das alle Abbildungen, die man in Pathologiebüchern von Mißgeburten finden kann, das artifiziell hergestellten Filmscheusalen, die noch entfernt einen Menschen glaubhaft machen sollen, übertrifft, ...
(später im Bus:) Eine spürbare Unruhe bemächtigt sich des Wesens, die wohl daher rührt, daß der Bus sich noch immer nicht in Bewegung setzt. Die Unruhe nimmt immer mehr Besitz von dem Menschenmonster und entlädt sich schließlich in einem langen qualvollen Schrei. ...

Ausschnitt aus Zwei Amerikaner in Rom (S. 23)
... Von der Spanischen Treppe aus spazieren sie zur Piazza Barberini, steigen dort in die Metropolitana ein und erreichen das berühmte Colos­seo. Mrs. Tidwell ist enttäuscht: „Es ist noch nicht fertig und schon so verschmutzt“, sagt sie zu Harry, ihrem Mann, der sie anpfaucht: „Weißt du wann das Colosseum errichtet wurde?“ Mrs. Tidwell weiß es nicht, aber sie glaubt zu verstehen. „Es ist wohl bombardiert worden, nicht wahr?“ ...